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Das Leben des Walther Bensemann
von Bernd-M. Beyer
ein biografischer Roman, 560 Seiten, Hardcover, mit Fotos
Walther Bensemann zählt zu den schillerndsten Figuren in der Frühphase des deutschen Fußballs. Ende des 19. Jahrhunderts gründete er als Schüler und Student zahlreiche Vereine und organisierte erste internationale Begegnungen. Als brillanter Sportjournalist machte er in den zwanziger Jahren seinen „Kicker“ zur wichtigsten Fußballzeitung des Kontinents und warb wortmächtig dafür, den Sport als Instrument der Völkerverständigung zu begreifen. Im Nazi-Deutschland war für den jüdischen Kosmopoliten kein Platz mehr; er musste in die Schweiz emigrieren.
Das sorgsam recherchierte Buch erzählt Bensemanns Leben detailgetreu. Durch die romanhafte Form gewährt es zugleich einen lebendigen Einblick in jene Zeit, in der das Fußballspiel zum Massenphänomen aufstieg und über seine politische Ausprägung leidenschaftlich gestritten wurde – mit Ironie ebenso wie mit Pathos, mit Toleranz wie mit Skrupellosigkeit.
Ein umfangreicher Anhang macht die historischen Quellen des Buches zugänglich und vermittelt wertvolle Zusatzinformationen.
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