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von Cosimo Villari
200 Seiten
‚Primo Nemico‘ ist kein literarisches Glanzlicht. Bei Weitem nicht. Aber dennoch ist das Buch wichtig. Es gewinnt seine Brisanz aus der Tatsache, dass sich deutsche Ultras gern auf Italien und die dortigen Ultràs der achtziger und neunziger Jahre als Vorbild beziehen.
Spätestens jedoch nach der Lektüre von ‚Primo Nemico‘ werden die deutschen Ultras sich erneut und eindeutig erklären müssen: Wie halten wir es mit der Gewalt? Denn Fußballanhänger wie Autor Cosimo Villari und seine Leute von den Napoli Ultràs sind auch in Deutschland schon seit langer Zeit bekannt. Nur heißen sie hier anders: Hooligans.
„Ich habe viel zugehört, ich habe viel gelernt; bei allem, was ich tat, war ich stolz auf mein eigenes Ich, für mich selbst, für meine Kumpel, für meine Vereinsfarben, für das, was sie für mich bedeuten; überall und zu jeder Zeit mit Respekt, aber mit Entschlossenheit und Mut, manchmal mit Wut und Hass, ganz selten mit Verachtung. Denn auf der anderen Seite habe ich mich häufig selbst wiedererkannt.“ (Autor Cosimo Villari)
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