Unlängst geriet die Monographie ‚Joachim Löw und sein Traum vom perfekten Spiel‘ des Kollegen Bausenwein auf den vorweihnachtlichen Gabentisch. Im vorbildlich geführten Fußballbuchverlag (ok es gibt ein paar Nebenstrecken, aber die interessieren uns nicht wirklich) Die Werkstatt wurde es gewohnt souverän aufgelegt, zur allgemeinen Beglückung und Erbauung des Fanvolks.
Wer von uns bekommt keine feuchten Augen beim Gedanken an dieses deutsche Derby: Schalke gegen Dortmund. Das ist Pol gegen Pott, Pommes schwarz-gelb gegen Pommes blau-weiß, schwarzer Hals gegen grauer Hals und Schnaps ab 7 Uhr früh.
Neues vom anarchistischen Sammler edler Spruchweisheiten aus dem Fußballbetrieb. Herr Zeigler legt den fünften Band seiner Reihe ‚Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs‘ vor. Und es darf wieder gequiekt, bzw. sich an die Birne getatscht werden, bis der Bauchnabel platzt.
Wanderer, kommst du nach Wuppertal begib dich ins Stadion am Zoo! Dort gibt es heiße Würstchen, ordentliches Bier und hin und wieder Fußball zum Hingucken. Das soll nur ein Tipp aus der brandneuen Kladde des Herrn Seiß mit dem Titel 1000 Tipps für Auswärtsspiele sein.
Nachdem sich die englische Hooligan Szene seitenweise in ihren Biografien ausgekotzt hat, wer denn die härtesten Jungs der Insel waren, kommt nun das ins Deutsche übersetzte ‚Mancs on Tour‘ in die Läden. Darin geht es erfreulicherweise nicht mehr um den Massenkrawall und welcher Mob sich immer und überall in Unterzahl gegen bewaffnete Horden grad gemacht hat, sondern um die Manchester United Typen, denen die Auswärtsspiele und Europapokaltrips schon bald nicht mehr genug waren und die auszogen um die Welt zu entdecken.
Von 1924 bis 1932 fand Arbeitersport im deutschen Fußball auf Auswahlebene statt. Rolf Frommhagen hat nun alles zusammengetragen, was an Dokumenten, Fotos und Darstellungen aus damaligen Medien und politischen Schriften zu haben war. Große Fleißarbeit, dafür gibt es zehn Punkte im Bummibuch!
„Nach exakt diesem Schema werde ich erwachsen: Chaos und primitives Rumgeprolle unter dem Deckmantel der Oberliga. Ich lerne Jungs kennen, die sich prügeln gehen, bastle an Choreos, schreibe ein paar Texte, singe neue Lieder, träume von den großen Kurven Europas und dem Anspruch, einmal genauso zu sein wie die krassen Typen in den Videos aus Italien, die mit nichts als ihren dreißig Leuten in irgendeinem schäbigen Gästekäfig das Einzige tun, was sie können, weil sie nichts anderes haben…“
Der innig geliebte Fußball bringt unsere Herzen besonders dann zum Rasen, wenn es gegen den heißgehassten Stadt- bzw. Regionsrivalen geht. Das Derby! Da geht in Berlin nicht anders ab als in Rio, Moskau – oder Wien. Und in Wien hat es als wichtigste Klubs Rapid und die Austria.
Zockerliga ist gehobener Boulevard der Marke Stern. Schon der Untertitel: Ein Fußballprofi packt aus, geriert mindestens Crime und soll es auch. Die Kapitelunterteilungen sind wenig zimperlich und mit dem Holzhammer gedichtet. Das zeichnet das ganze Buch aus. Eine etwas in die Länge gezogene Sternreportage mit einem Schuss Gutmenschenanspruch.
Hendrik Torfmann stellt beim letzten Familienurlaub in den Alpen fest, dass er außer der Autobahn kaum etwas von der Strecke zwischen Nord- und Süddeutschland gesehen hat. Wieder zuhause keimt in ihm die Idee zu einer für ihn ungewöhnlichen Tour; Deutschland vom südlichsten Punkt in Bayern bis zur nördlichsten Spitze der Republik auf der Insel Sylt mit dem Rad zu durchqueren.

