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Geschrieben von Stephan am 4. September 2019

Im Jahre 2013 war es, als die Fußball-Bundesliga zuletzt ganz groß in Europa auftrumpfte. Damals standen sich im Finale der Champions League mit dem FC Bayern München und Borussia Dortmund die wohl beiden besten Mannschaften des Landes gegenüber. Der deutsche Rekordmeister gewann damals nach Treffern von Mario Mandžukić (60.) und Arjen Robben (89.) mit 2:1. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte İlkay Gündoğan per Foulelfmeter (68.) gesorgt.

Seither hinken die deutschen Vertreter den Top-Clubs aus Spanien und England etwas hinterher. Bayern, Dortmund und Co. spielen zwar meist gut mit, müssen sich den europäischen Spitzenmannschaften jedoch immer wieder knapp geschlagen geben. Gerade im Vergleich mit Real Madrid, dem FC Barcelona, dem FC Liverpool oder auch Manchester City scheint es in den entscheidenden Spielsituationen an Qualität zu fehlen.

Bundesliga präsentiert sich stark und gesund

Trifft dies jedoch auch auf die Fußball-Bundesliga im Allgemeinen zu? Wohl eher nicht. Die deutsche Eliteliga präsentiert sich wesentlich ausgeglichener als die Premier League (England) oder die La Liga (Spanien). Die Fans strömen ungebremst in die heimischen Stadien und sorgten auch in der vergangenen Spielzeit 2018/19 mit 43.467 Zuschauern je Spiel für den höchsten Wert in Europa. Im direkten Vergleich mit den europäischen Topligen sind die Bundesligisten auch bei einem anderen Wert absolute Spitze. Nämlich dann, wenn es um das Erzielen von Toren geht. Laut Betway Insider lag der Schnitt in der vergangenen Saison bei 3,17. Zum Vergleich fallen in England 2,84 Tore pro Spiel, in Italien sind es 2,69, in Spanien 2,57 sowie in Frankreich sogar nur 2,49 Treffer im Schnitt. Und die Bundesligisten sind in dieser Hinsicht auch schon wieder mit einem Spitzenwert gestartet. An den ersten drei Spieltagen der gerade erst begonnen Saison 2019/20 lag der Tore-Schnitt mit 3,44 Treffern je Partie erneut auf Top-Niveau. Dabei mischen sogar die Aufsteiger SC Paderborn 07 und 1. FC Union Berlin munter mit, die ihre Chance um den Klassenerhalt allzu oft in der Offensive suchen.

Mit Top-Stars um die Champions League mitspielen

Doch dürfte allein der Titel in der Bundesliga gerade für den FC Bayern München zu wenig sein. Nach sieben nationalen Meisterschaften in Folge will der deutsche Rekordmeister nun endlich auch wieder auf europäischer Bühne ganz oben angreifen. Dafür wurde der Kader dann zuletzt auch mit dem brasilianischen Topstar Philippe Coutinho verstärkt. 8,5 Millionen Euro kostet die Leihgebühr für den 27-jährigen Offensivspieler, die an den FC Barcelona überwiesen wurde. Zudem wurde eine Kaufoption in Höhe von 120 Millionen Euro vereinbart, was für die Fußball-Bundesliga einen absoluten Rekord darstellen würde.

„Als wir eine Chance sahen, Coutinho auszuleihen, konnte Karl-Heinz Rummenigge umgehend die entscheidenden Personen bei Barcelona kontaktieren, weil er ein enormes internationales Netzwerk hat, praktisch jeden kennt und einen großen, anerkannten Namen hat“, erklärte Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic, wie es zu dem Wechsel kam.

Doch auch der Erzrivale aus Dortmund rüstete deutlich auf, um eben auch auf europäischer Bühne eine bedeutendere Rolle spielen zu können. Allen voran Mats Hummels, der für 30,5 Millionen Euro vom FC Bayern in den Ruhrpott zurück kehrte. Aber auch Thorgan Hazard (Borussia Mönchengladbach), Nico Schulz (TSG Hoffenheim), Julian Brandt (Bayer Leverkusen) sowie Paco Alcácer (FC Barcelona) dürften für eine deutliche Qualitätsaufwertung im Kader des Vizemeisters sorgen. Nun liegt es an Trainer Lucien Favre, aus den einzelnen Topspielern eine starke und erfolgreiche Mannschaft zu bilden. Vielleicht gelingt es den Borussen ja dabei am Ende sogar, wie zuletzt im Jahre 2013, wieder in ein europäisches Finale vorzudringen.

Und ganz nebenbei wollen auch die anderen beiden Champions League-Vertreter aus Leipzig und Leverkusen nicht nur Kanonenfutter in der europäischen Eliteliga sein. Stattdessen rechnen sich die Verantwortlichen beider Clubs gute Chancen aus, im europäischen Wettbewerb zu überwintern. Dies würde dann auch dazu beitragen, dass die Bundesliga im Ausland anders wahrgenommen werden würde und diese den Kampf um den Titel ‚Beste Liga der Welt‘ aufnehmen könnte.

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