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Geschrieben von Stephan am 13. Oktober 2021

In jüngster Zeit hat sich der Zugang zum Wertpapierhandel an den Aktienmärkten stark vereinfacht. Zahlreiche sogenannte Neobroker machen das Handeln mit Unternehmensanteilen zu einer blitzschnell erledigten Angelegenheit. Nicht nur vielen Fußball-Fans ist dabei kaum bewusst, dass man auch in Aktien von Fußball-Vereinen investieren kann.

Weltweit 31 börsennotierte Fußballvereine

Auf der ganzen Welt sind viele Vereine börsennotiert, d. h. man kann Anteile an ihnen in Form von Aktien erwerben. Man kann so vom sportlichen und finanziellen Erfolg der Mannschaften direkt profitieren, denn bei einem Sieg steigt in der Regel der Wert der betreffenden Aktie. Namhafte Vereine wie Ajax Amsterdam, AS Rom oder Juventus Turin befinden sich unter den börsengehandelten Vereinen. In Deutschland dagegen war Borussia Dortmund lange Zeit der einzige Fußballverein, der an die Börse gegangen ist. Seit 2019 hat man nun jedoch auch die Möglichkeit, in die SpVgg Unterhaching zu investieren.

Kann sich ein Investment lohnen?

Wer eingefleischter Fan der jeweiligen Mannschaft ist, dem dürfte es deutlich leichter fallen, sein Geld im betreffenden Unternehmen anzulegen. Schließlich glaubt man auch in schlechten Zeiten an seine Spieler, und möchte oft seinen Verein unterstützen. Jeder sollte sich dabei jedoch bewusst sein, dass der Wert des Vereins von Ticketverkäufen, Einnahmen der Fernsehvermarktungsrechte und Werbegeldern bestimmt wird. Dafür entscheidend ist vor allem der sportliche Erfolg. Verliert die Mannschaft also eine wichtige Partie, können kurzfristig recht hohe Wertverluste der Aktie eintreten. Als Borussia Dortmund beispielsweise in dem Champions League Spiel gegen Tottenham Hotspurs verlor, sank der Wert der BVB-Aktie sogleich um 6 %. Wer jedoch an den langfristigen Erfolg seines Vereins glaubt, der sitzt solche Kursschwankungen einfach aus und hofft auf die Zukunft.

Borussia Dortmund Fankurve
Die Südkurve in Dortmund. Photo by suesun, Pixabay CC0 Public Domain.

Sind Aktien normaler Unternehmen besser als Vereinsaktien?

Im Grunde funktionieren Fußballvereine genauso wie andere große Unternehmen auch. Sie haben ihre Profisparte aus dem Verein ausgegliedert und dafür eine Kapitalgesellschaft gegründet. Die wesentlichen Entscheidungen des Aufsichtsrates und die Geschäftszahlen sind öffentlich einsehbar. Das kann man etwa einbeziehen, wenn man den langfristigen Erfolg eines börsengehandelten Vereins beurteilen möchte. Der sportliche Erfolg ist jedoch keineswegs genau planbar. Deshalb ist die Prognose für einen Fußballverein ungleich schwieriger, als wenn man sich etwa die Frage stellt, ob man jetzt noch Amazon Aktien kaufen sollte. Große Firmen wie Apple, Amazon, Tesla oder Samsung mögen einen starken Wertzuwachs hinter sich haben. Ihr Umsatz ist jedoch stabil mit Tendenz nach oben, und daher einigermaßen planbar. Man verfügt über mehr Unternehmenszahlen und kann die Erfolgsaussichten einfacher beurteilen als bei einer dem Glück und der Form unterliegenden Profimannschaft.

Fans und Experten können darüber nachdenken

Aktien von Fußball-Vereinen unterliegen daher einem gewissen Risiko des Wertverlusts. Wer sich also ernsthaft an der Börse betätigen möchte, der sollte sich sehr in die Materie zu diesem Thema vertiefen und sich eher an die großen und bekannten Unternehmen mit stabiler Wertentwicklung halten. Ausnahmen können für eingefleischte Fans gelten, denen es vor allem darauf ankommt, den eigenen Verein zu unterstützen und einen Teil davon in Form von Aktien zu besitzen. So besteht die Chance zu doppelter Freude, wenn der geliebte Heimatverein gewonnen hat.

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