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Es gibt so Abende, da läuft einfach nichts zusammen. Dann kann selbst der topbesetzte Kader des Bundesliga-Spitzenreiters seinem Gegner nichts entgegensetzen. Es sind diese Abende, an denen Nationalspieler bei jeder Bewegung wie gelähmt wirken und ihre Aufgaben auf dem Platz einfach nicht erfüllen können. So einen Abend erlebte der FC Bayern München am gestrigen Mittwoch bei der Borussia aus Mönchengladbach. Der deutsche Rekordmeister wurde am Niederrhein mit 0:5 abgefertigt.

Die einen feiern, die anderen sind ratlos

Ratlos und resigniert wirkten die Bayern-Spieler nach dem der Schlusspfiff im Borussia-Park ertönt war. Richtig einordnen konnte kurz nach dem Debakel kaum einer, was da eigentlich alles schiefgelaufen war. Sinnbild des Niedergangs war die Leistung von Dayot Upamecano, der völlig neben sich stand und dem Geschehen auf dem Platz nicht folgen konnte. Nur es lag natürlich nicht nur an ihm allein, dass der FC Bayern München am gestrigen die höchste Pflichtspielniederlage seit 1978 (damals 1:7 bei Fortuna Düsseldorf) hinnehmen musste.

Vielleicht wurde in den vergangenen Tagen zu viel über Nebensächlichkeiten gesprochen, anstatt sich auf die anstehende Pokalaufgabe zu konzentrieren. Da war der coronabedingte Ausfall des FCB-Trainers Julian Nagelsmann, der Prozess um Weltmeister Lucas Hernández in Madrid oder auch die Impfdebatte um den deutschen Nationalspieler Joshua Kimmich. Fußball schien bei den Bayern zuletzt nebensächlich.

So war es letztendlich für die Gladbacher leicht, vor heimischer Kulisse ein echtes Fußballfest zu zelebrieren. Kouadio Koné konnte bereits nach 76 Sekunden einlochen, nachdem er zuvor Alphonso Davies das Spielgerät abgenommen hatte und im Zusammenspiel Breel Embolo plötzlich ganz frei zum Schuss kam. Danach hätten die Bayern noch genug Zeit gehabt, dass Spiel zu ihren Gunsten zu drehen. Doch es kam nichts und die daheim gebliebenen Anhänger hätten wohl besser den Service von Escort München genutzt, als weiter dem Spiel am TV zu folgen. Stattdessen spielten die Platzherren wie entfesselt auf und hätten bereits durch Jonas Hofmann (9.), Embolo (12.) sowie Denis Zakaria (12.) weitere Treffer erzielen können.

Ramy Bensebaini mit Doppelschlag

Daran änderte sich auch in der Folgezeit nichts. Die Bayern-Abwehr konnte dem hohen Tempo der Gladbacher einfach nicht folgen und so war der zweite Gegentreffer folgerichtig. Ramy Bensebaini war es dabei vorbehalten, nach einem Traumpass von Jonas Hofmann auf 2:0 zu erhöhen (15.). Und der Algerier war es, der nach einem Elfmeterpfiff in der 21. Minute an den Punkt trat und das Leder sicher in dem von Manuel Neuer gehüteten Gehäuse unterbrachte. Die Partie war damit frühzeitig entschieden. Regelrecht lustlos wankten die Münchner danach über den Rasen. Waren nur noch darauf aus, weitere Nackenschläge zu verhindern.

Arena MünchenVor heimischer Kulisse haben die Bayern solch ein Debakel noch nicht erleben müssen.

Ein kleines Feuer loderte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts auf, welches der völlig indisponierte Upamecano jedoch sofort wieder erlosch. Nach einem weiteren Fauxpas des französischen Nationalspielers erfreute nämlich Embolo die heimischen Fans mit dem vierten Gladbacher Torerfolg (52.). Upamecano wurde danach durch Niklas Süle ersetzt und durfte von der Bank noch einen weiteren Treffer von Embolo (57.) bewundern. Danach nahmen die Platzherren das Tempo raus und sparten Kraft für die kommenden Aufgaben. Für den FC Bayern München, bei denen selbst Weltfußballer Robert Lewandowski nicht in die Partie fand, war die Vorführung somit beendet.

„Es war ein absolut gebrauchter Tag“

„Wir hatten einen rabenschwarzen Tag, sind immer einen Schritt zu spät gekommen. Das ist schwer zu akzeptieren. Es war ein hochverdienter Sieg für Gladbach. Wir haben uns viele Dinge vorgenommen, die wir dann nicht umsetzen konnten. Nach zwanzig Minuten hier 3:0 zurückzuliegen, ist natürlich ein Brett. Es war ein absolut gebrauchter Tag und es tut uns leid, dass wir unsere Fans so enttäuscht haben“, erklärte nach der Partie ein enttäuschter Co-Trainer Dino Toppmöller.

Der Trainer des FC Bayern München erwartet nun am Samstag beim Auswärtsspiel in Berlin eine Reaktion seiner Mannschaft. Es muss etwas passieren, um die Schmach auszumerzen und den enttäuschten Fans ein Zeichen des Willens zu geben. Die Partie beim Tabellenfünften 1. FC Union Berlin wird im Stadion an der Alten Försterei um 15.30 Uhr angepfiffen.

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