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Geschrieben von Stephan am 31. Oktober 2008

The Men in Black Manchester United ist dran. Aus einem schier unerschöpflichen Reservoir schöpfend, besorgt es uns Trolsen mit den Men in Black. Den bösen und garstigen Hooligans aus Machester. Es ist mittlerweile etwas ermüdend, immer auf neue von den Heldentaten aus längst vergangenen Hoolzeiten zu lesen. Natürlich ist die eigene Gang immer die härteste, der Feind eine Ansammlung von flennenden und rennenden Missgeburten. Die richtigen Schlachten gewannen die eigenen Leute usw. Eine neue Erkenntnis brachte mir die Lektüre. Ich wusste bisher nicht, wie eng der ManU Mob mit bösartigen Freaks aus der Kriminellenszene bestückt war. Unfeine Drogenhändler, Diebe und Abzieher machten sich nach der Arbeit in Manchester und Umgebung gern den Spaß, ihre Artgenossen auf den Kopp zu hauen. Einer dieser Betbrüder flüstert uns Interna aus der Ganovenszene. Das macht das Buch manchmal spannend. Auch gibt uns Lesern ein Ex-Bulle einer Spezialeinheit, die sich nur mit Fußballgangs in Manchester beschäftigt, interessante Innenansichten der Polizei zum Besten. Der Hauptheld wird mal aufgeschlitzt, mal angeschossen. Weil er sich helfend in Diskussionen mischen wollte. Steht zumindest so im Buch. Mit der Wahrheit, soweit es seine Person und ihr kriminelles Wirken betrifft, nimmt es Fat Tony nicht so genau. Warum auch, es geht ja darum, Helden zu stilisieren.

Eine Rezension von Frank Willmann

Spaßig am Rande, es werden ab und an Ehefrauen oder ähnliches Gezücht erwähnt, denen man am besten aus dem Wege geht, indem man das Heim verlässt und in die Kneipe watschelt. Der härteste der Harten hat vor keinem Angst, außer vor der eigenen Alten. Das ist nicht ohne Ironie. Allerdings ist sie dem Autor Mister Tony O`Neill wahrscheinlich nicht aufgegangen.

The Men In Black: Manchester Uniteds Hooligans, Tony O Neill, 261 Seiten, Trolsen Communicate 2008, 12,90 Euro

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Ein Kommentar zu “The Men In Black – Manchester Uniteds Hooligans”

  1. Nach Bill Bufords „Geil auf Gewalt“ gibt es nun endlich ein weiteres ins Deutsche übersetzte Werk über ManUs Casual Anhang.
    Nach den ersten zwei Kapiteln musste ich befürchten, da es sich perfekt in die Reihe „Wir waren die Geilsten, die anderen waren alles Feiglinge“ einfügt. Die Krawallgeschichten in den Stadien werden aber aufgelockert durch Erzählungen von szenekundigen Beamten und diverse Insider-Stories über die Verstrickungen der Unterwelt Manchesters mit Spielern und Casuals, Stichwort „Gangchester United“. Positiv ist auch noch, dass es sich ausnahmsweise nicht um Geschichten aus den 70ern handelt, sondern mit Erzählungen aus den 90ern und Anfang des neuen Jahrtausends noch fast mit aktuellen Geschehnissen aufwarten kann.

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