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Geschrieben von Stephan am 7. Dezember 2011

Vor einigen Tagen erblickte die dritte Ausgabe des Rucksackfranzosen das Licht der Welt. Auf 100 Seiten steht in diesem Heft die Drittliga-Saison 2010/11 des 1. FC Saarbrücken im Mittelpunkt. Was es sonst noch so alles zu lesen gibt und wie zufrieden die Macher mit ihrem Werk sind, dass erzählten uns die Boys Saarbrücken im Rahmen eines Interviews.

Vor wenigen Tagen ist die dritte Ausgabe des Rucksackfranzosen erschienen. Was erwartet den Leser?

Der Rucksackfranzose 3 Wie bereits auf dem Cover angedeutet, liegt der Fokus zunächst ganz klar auf der vergangenen Drittligasaison 2010/2011 mit unserem 1.FCS, der nach jahrelanger Abstinenz endlich wieder den Sprung in eine dem Verein würdige Spielklasse geschafft hat. Weiterhin gewähren wir dem Leser einen Blick nach Lothringen, um die turbulenten Geschehnisse rund um die befreundeten Nancéens noch einmal aufzurollen. Kurzresumées zur im Oktober 2010 stattgefundenen Fandemo in Berlin sowie fünf Jahren Virage Est, eine Brise Hopping und allgemeine Texte runden das Gesamtwerk letztlich ab.

Die Erstausgabe Eures Magazins erblickte bereits im Jahre 2005 das Licht der Welt. Wie beurteilt Ihr die Entwicklung des Heftes und seid Ihr mit Eurer Arbeit zufrieden?

Wer im Besitz aller drei bislang erschienenen Ausgaben ist, dem wird sofort ins Auge fallen, dass sich vom Erstlingswerk bis zur aktuellen Publikation die Seitenzahl fast verdoppelt hat, das Layout um ein Vielfaches ausgereifter daherkommt, sich die Themen aber im Großen und Ganzen immer ähneln. An letztgenannter Kontinuität mangelt es leider in unserer Gruppe, wenn es darum geht, ein Fanzine wirklich regelmäßig auf den Markt zu werfen, weshalb man zwar auf die vollbrachte Arbeit durchaus zufrieden blicken kann, sich im Gegenzug jedoch ankreiden lassen muss, über Jahre hinweg in dieser Sparte untätig gewesen zu sein.

Wie sieht denn bei Euch die Arbeitsteilung aus und was würdet Ihr in den nächsten Ausgaben gern noch verbessern?

Im Regelfall lastet die Arbeit für den ‚Rucksackfranzosen‘ auf einigen wenigen Schultern, die prinzipiell gewissen Themenbereichen zugeordnet sind, d.h. je eine handvoll Personen kümmert sich bspw. ausschließlich um Layout, Spielberichte, Zusammenstellung der benötigten Fotos, die Herstellung und abschließend den Vertrieb.

Definitiv verbesserungswürdig in potenziellen Folgeausgaben wäre eine etwas breiter gefächerte Themenvielfalt und, so ehrlich muss man sein, ein allgemein größeres Engagement innerhalb der Gruppe im Sinne des Fanzines.

Nach einer schweren Zeit ist der 1. FC Saarbrücken mittlerweile wieder auf die große Fußballbühne zurückgekehrt und steht derzeit sogar auf einem Aufstiegsplatz zur zweiten Bundesliga. Wie habt ihr die letzten Jahre erlebt?

Wahrlich schwierig die zwanghaft aus den Köpfen verdrängte Misere der vergangenen Jahre noch einmal zu skizzieren, folgte doch mit dem ersten Jahr nach dem Abstieg in die damals noch viertklassige Oberliga Südwest ein erneuter Gipfel der maßlosen Enttäuschung, indem es der Verein zusätzlich versäumte, in die fortan dreigleisige Regionalliga aufzusteigen und stattdessen einen erneuten Abstieg besiegelte. Mit Ex-Torwartlegende und ‚Heilsbringer‘ Dieter Ferner gelang glücklicherweise die überraschende Kehrtwende und unser 1.FCS vollbrachte unter seiner Führung in zwei Jahren den unmittelbaren Durchmarsch in die neu kreierte dritte Liga. Auch innerhalb unserer Gruppe herrschte leichte Skepsis ob der Entwicklung der zur damaligen Zeit erst zwei Saisons alten Virage Est und so manch einer hatte streckenweise Motivationsprobleme, wenn wöchentlich namhafte Gegner wie Roßbach oder Mechtersheim auf dem Zettel standen, deren akustische Gegenwehr zumeist gen Null tendierte.

Dennoch ist keiner wirklich abgesprungen oder hat sich endgültig aus der vielzitierten aktiven Szene verabschiedet, was bei solch‘ sportlicher Talfahrt mitnichten eine Selbstverständlichkeit darstellt.

Wie beurteilt Ihr die Entwicklung der Fanszene in dieser Zeit?

Der eigentlich verheerende Absturz kann rückblickend, so paradox es klingen mag, als eine Art Segen betrachtet werden, denn entgegen aller Befürchtungen entwickelte sich unsere Kurve gerade in jener düsteren Phase der Vereinsgeschichte nahezu formidabel. Ein Nachwuchsproblem war schlichtweg nicht existent, Auswärtsfahrerzahlen auf relativ konstantem Level und spätestens nach dem Niedergang des traditionellen D-Blocks, aus dem sich zwischenzeitlich auch die neu formierten Droogs in die Virage Est verabschiedeten, dürfte unsere Führungsposition innerhalb der Saarbrücker Fanszene absolut unbestritten gewesen sein.

Welche Fanszenen, außer natürlich der eigenen, haben Euch in den vergangenen Jahren nachhaltig beeindruckt?

Zu Beginn unseres Bestehens wären mit Sicherheit die Snipers aus Nancy zu nennen, die uns sowohl beeinflusst als auch nachhaltig geprägt haben. Im Laufe der Jahre, speziell durch diverse Fußballreisen einiger Mitglieder initiiert, kamen selbstverständlich weitere Gruppen hinzu, deren Auftreten mächtig Eindruck hinterließ. Hier kann man jedoch keine spezielle Szene hervorheben, denn Geschmäcker und Ansichten diesbezüglich gehen gruppenintern weit auseinander.

Welche anderen Magazine würdet Ihr empfehlen und warum? Gibt es vielleicht auch Bücher zum Thema, die Ihr gerne gelesen habt?

Neben Evergreens wie ‚Erlebnis Fußball‘ und ‚Blickfang Ultra‘ gebühren grundsätzlich sämtlichen Gruppen und Einzelpersonen, die die Tradition der Fanzines mit viel Hingabe am Leben erhalten, unser größter Respekt, weshalb es auch ungerecht wäre, spezielle Werke explizit hervorzuheben. Dass es sich bei Giovanni Francesios ‚Tifare Contro‘ um eines der besten Bücher zum Thema handelt, ist wahrlich kein Geheimnis mehr und sollte demnach von jedem, auch nur ansatzweise, Interessierten mindestens einmal einverleibt worden sein.

Vielen Dank für die Zeit, die Ihr Euch genommen habt.

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