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Geschrieben von Stephan am 10. Juni 2022

Die großen Fußballklubs dieser Welt sind regelmäßig auf der Suche nach Verstärkungen für ihre Mannschaft. Doch nicht immer verläuft der angestrebte Wechsel so, wie es sich Funktionäre und Spieler vorstellen. Verspätet abgegebene Unterlagen, doppelte Verträge und sogar kaputte Faxgeräte haben in der Vergangenheit dazu geführt, dass so mancher Transfer nicht zustande kam und sich alle Beteiligten gründlich blamierten. Die folgenden Pannen haben Fans und Medien zum Schmunzeln gebracht und könnten sogar Inspiration für das ein oder andere Fußballbuch sein.

Foto: pixabay.com.

Andreas Köpke verspekulierte sich gründlich

Auch Fußballer aus Deutschland bekleckerten sich bei anstehenden Transfers nicht gerade mit Ruhm. Andreas Köpke, der beste Torhüter der Fußball-Europameisterschaft 1996, lieferte ein perfektes Beispiel dafür, wie man sich selbst so sehr im Weg steht, dass man „eigene Ziele verfolgt“. Diese Redensart aus der Sportwelt wurde 1996 Realität, als Köpkes Wechsel zum VfB Stuttgart schon fix zu sein schien. Der Torwart hatte bereits zugesagt, als er im Anschluss daran ein Angebot vom FC Barcelona erhielt. Kein Wunder also, dass er seinen Entschluss nach Stuttgart zu gehen noch einmal überlegte. Köpke sagte den Katalanen ebenfalls zu, ohne allerdings seinen neuen Vertrag zu erwähnen. Als die beiden Vereine davon erfuhren, platzten beide Vereinbarungen und der Ex-Fußball-Nationalmannschafts-Torwart konnte sich einen neuen Verein suchen. Er ging in Folge ablösefrei zu Olympique Marseille.

Das war nicht der erste Rückschlag, den der VfB Stuttgart hinnehmen musste. Sieben Jahre zuvor hatten die Schwaben den Brasilianer Didi gekauft. Nach zwei kurzen Einsätzen im Spiel musste der Neuzugang operiert werden. Dabei stellten die Ärzte fest, dass ihm ein Kreuzband fehlte. Die Funktionäre waren empört und wollten daraufhin die Transfersumme nicht bezahlen. Doch ein Gericht verwies darauf, dass Didi vorher schließlich medizinisch untersucht worden war und wies die Klage ab. Der Brasilianer kam in Folge nie mehr zu einem Einsatz in Deutschland, der VfB Stuttgart hingegen musste bezahlen.

Einige Minuten zu spät

Im Jahr 2011 stellte der 1. FC Köln fest, dass man sich nicht auf ein Fax verlassen sollte. Der Verein hatte bereits den Wechsel des HSV-Nachwuchsstürmers Eric Maxim Choupo-Moting angekündigt und war am Ende der Blamierte. Der Vater des erhofften Neuzugangs hätte den unterzeichneten Vertrag per Fax an die Kölner schicken sollen, doch das Gerät streikte. Als es endlich wieder funktionierte, war die Frist für die Abgabe bei der Deutschen Fußball Liga bereits abgelaufen. Der neue Vertrag traf wenige Minuten zu spät ein und war damit ungültig. Der Transfer platzte und Choupo-Moting musste beim HSV bleiben. Jahre später wurde er mit einem Traumwechsel zu Paris Saint-Germain für die Probleme mehr als entschädigt.

Kuriositäten ohne Ende

Valdas Ivanauskas sollte 1997 eigentlich zum VfL Wolfsburg wechseln. Während ihr Mann ein Probetraining absolvierte, schaute sich seine Gattin Beatrix in der Stadt um. Die Besichtigung fiel nicht zu ihrer Zufriedenheit aus. Sie eröffnete ihrem Mann, dass sie nicht in dieser Stadt leben könne und so bleiben die beiden in Hamburg.

Deutschlands Fußball-Legende Horst Hrubesch hatte sich mit Eintracht Frankfurt auf einen Wechsel geeinigt und Vertraulichkeit bis zum Ende der Aufstiegsspiele vereinbart. Doch als er auf dem Rückweg von einem Spiel im Radio von seinem Transfer hörte, rief er seinen neuen Verein an und teilte ihnen mit, dass er niemals für sie spielen werde.

Foto: pixabay.com.

Abedi Pele war bereits 31 Jahr alt, als er von seinem Berater freudestrahlend erfuhr, dass er nach München wechseln solle. Leider hatte ihm dieser verschwiegen, dass es sich dabei nicht um den FC Bayern München, sondern um 1860 München handelt. Pele nahm die Überraschung mit Gleichmut hin und unterschrieb den neuen Vertrag trotzdem.

Ganz sicher wollte offenbar Bernd Schuster gehen. Er unterzeichnete im Jahr 1978 gleich drei Verträge, und zwar bei Borussia Mönchengladbach, dem FC Augsburg und dem 1. FC Köln. Die Entscheidung, wo Schuster schlussendlich spielen durfte, fällte ein Gericht. Es wurde der 1. FC Köln.

Besonders hart traf Kevin Großkreutz die Schlamperei seines Vereins Galatasaray Istanbul. Der hatte schlicht und einfach die Verträge nicht korrekt unterzeichnet. Leidtragender war der Spieler, Großkreutz wurde eine Spielsperre von sechs Monaten aufgebrummt. Nach einem halben Jahr gab er auf und flüchtete aus Heimweh zurück nach Deutschland.

All diese Transfers haben für Belustigung gesorgt, für die betroffenen Vereine und Spieler war die Situation sicherlich unangenehm. Diese kleinen Anekdoten demonstrieren, dass im Profifußball auch nur Menschen am Werk sind und Fehler einfach passieren können.

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