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Geschrieben von Stephan am 4. Juli 2012

Der Journalist Horeni hat sich der schwierigen Aufgabe gestellt, eine typische Unterschichtenfußballerkarriere zu bedichten. Es ist ihm mit einigermaßen Verve gelungen, uns die Karriere der Boateng-Brüder zu erzählen. Drei Söhne, ein Vater, zwei Mütter. Die älteren wachsen im Wedding auf, wie Leser vermuten in recht ärmlichen Verhältnissen. Jerome lebt in Wilmersdorf, trifft sich aber regelmäßig im Wedding, um mit seinen Brüdern zu kicken. In einem Käfig, wie uns alle zehn Seiten verkündet wird.

Eine Rezension von Frank Willmann

Kein Bock auf Schule, wahrscheinlich ohne positiv besetzte familiäre Vorbilder, gibt es nur zwei Optionen. Entweder Fußballprofi, oder die dunkle Seite des Mondes.

Leider schafft es Horeni nicht, die familiären Zusammenhänge nachvollziehbar zu deuten. Wir erfahren auch nichts über die Wohnsituation der Jungs im Wedding, wissen nicht wie ihr Block riecht, wer dort haust und was in der Familie abgeht.

Horeni konzentriert sich auf die Karriere der drei Brüder. Einer scheitert und landet im Knast, wird danach Hundezüchter, sicher alimentiert von seinen Brüdern.

Die anderen Beiden sind aktuell hochbezahlte Profis und hervorragende Fußballer und fallen in den bunten Blättchen durch bescheidene Klatschgeschichten auf.

Fazit: Note 3 plus, kann man zwischen zwei Halbzeiten reinschnullern.

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