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Geschrieben von Stephan am 4. Oktober 2008

Trivial, langweilig, charmant, besser, ganz witzig, noch nicht mal amüsant, plump, schlecht, ganz schlecht, flach, noch flacher, besser, geht so, gefällig, einfallsreich und belanglos – 16 Teams, 16 Autoren und 16 Versuche, das Geschreibsel in einem Wort zu bewerten.

Eine Rezension von Marc Wördehoff

Der lange Weg nach WienDer Titel ‚Der lange Weg nach Wien – Das definitive und endgültige Autorenfußballeuropameisterschaftsbuch 2008’ verrät, worum es in diesem 159 Seiten umfassenden Werk geht: um Fußball, genauer um die Europameisterschaft 2008. Die 16 Autoren, allesamt in Berlin lebend (ohne Gewähr) schimpfen sich Literaten und durften sich an einer im Losverfahren zugeteilten Nation austoben. Auf den ersten 32 Seiten stellt jeder Autor bzw. jede Autorin zunächst sein bzw. ihr Team vor, anschließend beginnt das Turnier und zu jedem Spiel treten die Autoren gegen- oder miteinander an. Zur Seitenschinderei gibt es nach allerlei Basisinformationen, wie die Aufstellung mit Spielernamen (die Vornamen wurden warum auch immer gleich weggelassen), Alter, Anzahl der Länderspiele und Verein auch das Ergebnis (hätte man konsequenterweise auch weglassen können), Torschützen, Schiedsrichter und sogar die Zuschauerzahl.

Jetzt ist das ja nun mal so eine Sache mit den Literaten auf der einen Seite und den Fußballfans auf der anderen. Für letztere Gruppierung ist das monatliche 11-Freunde-Heftchen meist schon viel zu kompliziert und für den Literaten eine überflüssige triviale Buchstabenaneinanderreihung. Kann man beide Seiten miteinander verbinden? Diese Frage lässt sich mit einem ganz klaren Jein beantworten, denn einige der 16 Autoren schreiben viel, nur nicht viel über Fußball. Exemplarisch Daniela Böhle (Jahrgang 70 und zu allem Überfluss Dortmund-Fan), die aus einem Wurstraumschiff berichtet oder Anne Hahn, in deren Beitrag der Leser erfährt, dass die Kroaten 1940 einmal hoch gegen die Schweiz gewannen. (Annmerkung von mir: 4:0), oder das Marco Polo eigentlich Kroate war.

So zieht es sich durch das ganze Buch, weniges ist interessant, etwas mehr dreht sich um die EURO 2008, einiges ist ganz witzig und mit dem Rest kann ich einfach nichts anfangen. Aber ich lese auch lieber Fanzines über Groundhopping aus Chemnitz, Frankfurt oder Nürnberg und finde das 11-Freunde Magazin mittlerweile belanglos.

Mein schonungsloses Fazit daher: Für Literaturfreunde geeignet!

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