Blickfang Ultra Spezial Rückblick 2016/17 jetzt bestellen!!

Vor rund drei Wochen erblickte mit Reines Gewissen ein ganz neues Fanzine das Licht der Welt. In diesem blicken die Macher auf die vergangene Spielzeit mit ihrem Verein Bayer 04 Leverkusen zurück. Und bevor es nun in die Winterpause geht, beantwortete einer der Mitwirkenden meine Fragen zum Heft und dessen Entstehung.

Hallo Andreas, die Erstausgabe Eures Fanzines ‚Reines Gewissen‘ ist fertig. Was erwartet den Leser in Eurem Heft?

Hallo! Die vergangene Saison war für die Fanszene der Sportvereinigung aus Leverkusen doch wahrlich eine sehr schwierige. Sportlich ging es bis zum letzten Spieltag nur um den Klassenerhalt, was der verwöhnte Fan aus Leverkusen nicht gewohnt ist. Außerdem eskalierte der Streit zwischen dem Verein und der Ultraszene, was wiederrum zu Reibungspunkten innerhalb der aktiven Fanszene führte. Für den Leser wird es sicherlich möglich sein, einen gewissen Einblick in den Verlauf des Konfliktes zu bekommen. Ergänzend zu allen Spielen unseres Vereins vervollständigen Spielberichte der Freundschaftsbesuche in Brighton und Offenbach den Blick auf die vergangene Saison. Zusätzlich richten wir unseren Blick in dem Heft auf die Vergangenheit, indem wir die doch erstaunlich breite Zaunfahnenhistorie unserer Kurve aufarbeiten und mit Bildern unterlegen.

Was sind für Dich die Highlights der Erstausgabe?

Unsere Leser der normalen Spieltagsausgabe sind es sicherlich schon von uns gewohnt, dass wir viel mit ironischen Beiträgen und/oder Vergleichen arbeiten. Von einem Leser, der nicht vor Ort mit dabei war, wird mancher Artikel sicherlich auch etwas anders gelesen als beispielsweise von mir. Zu meinen persönlichen Favoriten zählt der Spielbericht aus Moskau, da hier wieder einmal viele persönliche Erinnerungen geweckt werden. Zusätzlich ist es auch für mich beeindruckend, wie vielschichtig die Banner-Historie unserer Fanszene ist, auch wenn man vieles nicht mehr vor Ort sieht.

Wie ist bei Euch die Idee für ein eigenes Heft entstanden?

Seitdem wir uns als Redaktionsteam mit dem normalen Spieltag auseinandersetzen, hatten wir pro Jahr ein Projekt, das doch einiges mehr an Aufmerksamkeit forderte. Wir haben zum Beispiel eine Kleiderspende für Fans aus Brasilien organisiert. Nachdem ich bereits vergangene Saison von einem Saisonheft geträumt habe, haben wir dieses große Projekt dank eines sehr aktiven Schreiberlings nun endlich verwirklicht. Das bereits erhaltene Feedback bestätigt uns hierbei in der Arbeit, sodass wir bereits sagen können, dass die Kategorie ‚Saisonheft‘ weitere Ausgaben erhalten wird.

Habt Ihr schon weitere Vorstellungen, wie Ihr Euer Heft weiterentwickeln wollt?

Durch das Nichterreichen des europäischen Wettbewerbes haben wir nun mehr Kapazitäten frei, um andere Facetten des Vereins zu beleuchten. Viele Dinge sind hierbei im Gespräch, ohne dass wir genauer drauf eingehen wollen. Ihr könnt also gespannt sein!

Wie zufrieden seid Ihr mit der Entwicklung von Bayer 04 und der eigenen Fanszene in den vergangenen Jahren?

Reines Gewissen – Saisonrückblick 2016/17 Wer bereits einige Spieltagsberichte aus dem Saisonheft gelesen hat, der wird sicherlich gemerkt haben, dass wir doch relativ selbstkritisch mit Entwicklungen bei uns umgehen. Die Frage könnte man sicherlich auf einige Seiten ausweiten: Man könnte Kritik an den Ultras aufarbeiten, man könnte Kritik an unseren älteren Semestern üben und man könnte sicherlich auch an den normalen Fans vieles kritisieren. Nur ein paar der möglichen Themen wären die Anzahl an Auswärtsfahrern, die allgemeine Aktivität abseits des Fußballs oder auch das Verhalten bei Spieltagen. Wir stellen immer wieder fest, dass der Fußball von Person zu Person anders gelebt wird – was sicherlich auch gut so ist. Aber dass beispielsweise bei einem kurzfristig einberufenem Gespräch von allen Fanklubs mit der Klubführung – aufgrund des eskalierten Streits – der Großteil lediglich vor Ort war, um Fotos mit Rudi Völler zu schießen, ärgert mich persönlich schon sehr.

Auch wenn sich das nun sehr negativ anhört, hat sich innerhalb der letzten Monate doch vieles zum Guten verändert. Durch die Wiederkehr der Ultras hat sich die Stimmung im Stadion verbessert; der Dialog ist wieder im Laufen und sportlich läuft es zurzeit auch wieder. Hier gilt es anzusetzen, um wieder zu alter Stärke zu finden.

Wenn Du etwas am heutigen Fußball ändern könntest, was wäre das?

Nur ‚Etwas‘ reicht hier leider nicht aus. Auch wenn man im nächsten Jahr wieder über 90 Prozent der Spiele besuchen wird, hat sich der Fußball doch so stark verändert, dass man sich fragt: „Warum mache ich das eigentlich noch mit?“ Auf sportlicher Ebene würde ich ganz klar den Videobeweis abschaffen – sehr, sehr grausam. Aus Sicht des aktiven Fans gibt es viele Punkte, die es zu revolutionieren gilt: Stadionverbote, Betretungsverbote, Geldstrafen, Kollektivstrafen, verpflichtende Anreiserouten und noch viele weitere Themen…

Welche anderen Magazine würdest Du empfehlen und warum? Gibt es vielleicht auch Bücher zum Thema, die Du gerne gelesen hast?

Ich muss leider zugeben, dass sich mein Konsum von Magazinen in den letzten Jahren doch stark verringert hat. Beruflich und in der Ausbildung bin ich sehr mit Büchern überladen, sodass ich in meiner Freizeit neben Spieltagausgaben von anderen Szenen nur noch das BfU bzw. EF lese. Andere Redaktionsmitglieder, wie beispielsweise der, den ich vorhin angesprochen hatte, der die meisten Texte für unser Saisonheft beigetragen hat, lesen schon deutlich mehr und deswegen übergebe ich für diese Antwort mal an ihn:

Hallo an alle! Den Dröhnbütel muss man hier aufgrund der weltklasse geschriebenen Texte selbstverständlich nennen, gleiches gilt auch für die Beziehungskiste. Aber auch Republikflucht aufgrund der gesamten Aufmachung und Gestaltung und Faszination PL – kein Heft macht wohl mehr Lust, sich ins Auto zu setzen und nach Polen zu fahren – sind schon sehr empfehlenswert. Letztendlich läuft es bei mir aber wie bei den meisten: Es wird sowieso fast alles gekauft und gelesen. Irgendwelche Pseudo-Infos auf Facebook oder Instagram lesen, um der ‚top-informierte‘ Szenekenner zu sein, sollte keineswegs Alltag werden und deswegen hoffe ich, dass auch in Zukunft die Fanzines weiter Bestandteil unserer Fankultur sein werden. Schöne Grüße an alle Schreiber und Leser!

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