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Geschrieben von Stephan am 24. August 2010

Ingo Braun hat in seinem Leben schon viele Länder bereist und das meist nur aus einem Grund: Fußball. Ob allein, mit Freunden oder seiner Frau, ob Europa, Asien, Afrika oder Amerika, Hauptsache am Ende der Reise steht ein Stadion. Bisher konnte man seine Erlebnisse im Hopp Hard-Magazin nachlesen, bis er nun vor einigen Wochen sein erstes Buch mit dem Titel ‚Von Haifa bis Havanna‘ veröffentlichte.

Eine Rezension von Stephan Trosien

Von Haifa bis Havanna Das Buch ist unterteilt in 14 Groundhopping-Touren von November 2001 bis November 2009, es geht dabei von Belgrad, über die britischen Inseln, Süditalien, Andalusien, Zypern, Moskau, Südkorea, Japan bis nach Tunesien, Israel, Jordanien und Kuba. Mit seinem flüssigen und bildlichen Schreibstil bindet dabei Braun den Leser an sein Buch, vor allem weil es ihm gelingt, die vielen kleinen Randerscheinungen solcher Fahrten dem Leser näherzubringen. Natürlich kommen dabei die Geschehnisse im und um das Stadion nicht zu kurz:

„Die Fangruppen zeigten sich mit diesen durchdachten und perfekt umgesetzten Kurvenshows von ihrer kreativen Seite. Der dazugehörige Support beider Seiten war bombastisch, anders kann ich es nicht beschreiben. Es war genial, in welcher Lautstärke die bekannten Melodien aus Europa und Südamerika gesungen wurden. Auch mir noch unbekannte Gesänge auf Arabisch waren zu hören, die ins Blut gingen und sich im Kopf festsetzten. Diese Emotionen waren einfach fantastisch.“

Ausführlich beschreibt Braun die Unwägbarkeiten solcher Reisen und die regionalen Besonderheiten. So schaffte es Putins Leibgarde, die plötzlich im Hotel aufsuchte, ebenso ins Buch wie eine trinkfeste Reisegruppe von den Färöer Inseln oder auch der jordanische Taxi-Fahrer mit seiner ‚King Abdullah Hits Volume 5‘-CD. Ausführlich wird auf die Übernachtungsmöglichkeiten, die Besonderheiten der Mitreisenden aber auch die Hightech-Toiletten in Japan eingegangen. An Kritik am heutigen Fußball und den Sicherwahn der Ordnungskräfte wird natürlich auch nicht gespart:

„Aus Gründen der Vorbeugung können aktenkundige Fußballfans (…) an der Ausreise aus der Bundesrepublik gehindert werden. Na ja, sangriasaufende Ballermänner und Kinderficker in Bangkok sind auch nicht gerade das deutsche Vorzeigeklientel, auf das man stolz sein kann. Aber während jedes Jahr hunderte vorbestrafte Pädophile ungehindert nach Thailand reisen dürfen, um sich dort an kleinen Kinder zu vergehen, reicht es bei Fußballfans schon aus, dass man irgendwann mal von der Polizei als ‚Gewalttäter Sport‘ klassifiziert wurde. Egal, ob derjenige noch in der Fußballszene aktiv ist oder nicht.“

So bleibt abschließend zu sagen, das ‚Von Haifa bis Havanna‘ nicht nur für Groundhopper die passende Lektüre ist, sondern auch für all diejenigen, die gerne verstehen wollen, was daran so faszinierend ist, seine Wochenenden und Urlaubstage mit Fußballspielen am Ende der Welt zu verbringen. Ingo Braun wird mit seinem Buch viele Leser in seinen Bann ziehen und vielleicht auch den einen oder anderen dazu animieren, selbst auf Tour zu gehen und seine eigenen Erlebnisse niederzuschreiben. Mich würde es freuen…

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Ein Kommentar zu “Von Haifa bis Havanna – Unterwegs mit Frankfurter Groundhoppern”

Trackbacks/Pingbacks

  1. […] freut mich, dass der Autor des Artikels Ingo Braun heißt, da er selbst Buchautor ist. Sein Buch “Von Haifa bis Havanna” ist das wahrscheinlich beste Buch über Groundhopping – zumindest aus Deutschland. […]

    Rezension von Ingo Braun - Mark Scheppert

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