Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist von Martin Czikowski
Kein Fußballstadion ist Martin Czikowski zu weit oder zu öde, ein geradezu manischer Wille neues zu erkunden, treibt ihn durch die Welt.
Kein Fußballstadion ist Martin Czikowski zu weit oder zu öde, ein geradezu manischer Wille neues zu erkunden, treibt ihn durch die Welt.
Thein und Linkelmann, ihres Zeichens die Menschen hinter dem Institut für Fankultur, haben zweiundzwanzig Autoren gebeten, sich mit der nicht mehr ganz taufrischen Subkultur der Ultras zu befassen.
‚Also sprach Metzelder zu Mertesacker…‘ ist ein Buch leicht wie ein Sahnehäubchen. Wunderbar schwebt Meister Moritz Rinke durch die deutschen Fußballlande und hinterlässt dabei kaum Schmutz-Spuren auf dem Teppich. Ein Buch für die Toilette – und das ist durchaus positiv gemeint.
Der Journalist Horeni hat sich der schwierigen Aufgabe gestellt, eine typische Unterschichtenfußballerkarriere zu bedichten. Es ist ihm mit einigermaßen Verve gelungen, uns die Karriere der Boateng-Brüder zu erzählen.
Suhrkamp beteiligt sich auch an der EM-Buchschwemme und schickt den Ukrainer Serhij Zhadan ins Rennen. Die Idee: allen polnischen und ukrainischen EM-Städten wird eine Geschichte zugedacht. Vorsicht Literatur!
Dagmar Schediwy untersucht in ihrer Studie das neue deutsche Massenphänomen des zur Schau stellens von Nationalgefühl.
Das Buch zur Europameisterschaft, schon der Titel begeistert! Der Alchimist des Fußballs spendet uns Trost in trüber Zeit. Die Machenschaften der Fifa, das ganze dreckige Drumherum der EM verliert ihren Schmerz, wenn wir abtauchen in die kontemplative Lektüre des Herrn Kuper (und seines Zauberlehrlings Szymanski).
Passend zur Europameisterschaft 2012 in der Ukraine und Polen erscheint mit ‚Tor zum Osten‘ ein interessantes Buchprojekt zur Fußballwelt in den Gastgeberländern. Klingt erst mal nach den üblichen Klischees, die mit Osteuropa gerne verbunden werden: Vodka saufende Funktionäre, rechtsradikale Schlägertrupps in der Kurve, Wettskandale und Korruption auf allen Ebenen.
‚Ohne Fußball wär`n wir gar nicht hier‘ versteht sich als ‚Geschichten von Fans in der Midlife Crisis‘. Das mit der Midlife Crisis ist durchaus verständlich, entpuppen sich die Autoren Volker Backes und Andreas Beune doch als Anhänger von Arminia Bielefeld. Dritter im Bunde ist Christoph Ruf, dessen erstes Buch ‚Ist doch ein geiler Verein‘ bedenkenlos empfohlen werden kann.
Gibt es eigentlich viele Fußballfans, die sich vorstellen könnten, mit einem klapprigen Wolga über die unasphaltierten Straßen Tadschikistans zu reisen, das wüstenreiche Usbekistan in saunaähnlichen Eisenbahnwaggons zu durchqueren oder dem Verkehrsmoloch Peking mit einem herrenlosen Damenrad zu trotzen, nur um Spiele von Mannschaften wie MLT Duschanbe, Xorazm Urgench oder Shanghai Kangbo zu sehen?
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