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Geschrieben von Stephan am 5. Februar 2009

An diesem Wochenende trifft die erste Ausgabe von Pasión Latina planmäßig bei mir in Berlin ein, so dass am Montag pünktlich mit der Auslieferung begonnen werden kann. Selbst kann ich noch nicht viel zum dem neuen Heft sagen, daher nutzte ich die Gelegenheit, einem der Macher ein paar Fragen zu stellen. Zur Verfügung stellte sich Jan Krapf alias Talijan, der durch den Grenzgänger den meisten Lesern von Fan- und Hopping-Magazinen bekannt sein dürfte.

Jan, im Februar erscheint Dein neues Magazin, wie wird es heißen und um was wird es gehen?

Pasión Latina heißt unser Baby. Wir möchten über die lateinamerikanische Fußballleidenschaft berichten – der Name ist da schon sehr treffend. Pasión bitte stets mit einem S (wie im spanischen) schreiben und nicht mit Doppel-S (wie im deutschen und portugiesischen) – auf der Internetseite mit Doppel-S geht es zwar auch um Leidenschaft, aber nicht um Fußball.

Wie schon gesagt: Es geht um den Fußball von Mexiko bis Feuerland. Das Heft unterscheidet sich schon elementar vom ‚Grenzgänger’, der ja ein Hoppingheft war. Pasión Latina kann man schon als richtiges Magazin bezeichnen. Das Heft hat zwar viele Fotos, jedoch liegt unser Hauptaugenmerk auf qualitativ hochwertigen Berichten.

Pasión Latina 1 Wer wirkt an diesem Heft noch mit und was zeichnet diese aus?

Die Chefredaktion besteht aus Jan-Henrik Gruszecki und mir. Jan-Henrik hat Medienkommunikation und Journalismus studiert und wohnt in Buenos Aires, ist also stets vor Ort. Er schreibt die meisten Texte für das Heft selbst, während ich mich um das Layout kümmere. Wir beide sind natürlich ständig unterwegs, um an Informationen und Kontakte zu kommen. Ein weiteres Redaktionsmitglied ist Meike Ahlers. Meike lernte ich im vergangenen Herbst in Buenos Aires kennen, sie hat auch schon einige Berichte geschrieben und spricht spanisch. Ansonsten haben wir natürlich noch einige Informanten vor Ort. Je nach Themen in den Ausgaben werden sie mal mehr und mal weniger zum Heft beitragen.

Wie seid Ihr darauf gekommen, ein Heft speziell zu den Fanszenen in Südamerika zu machen?

Wie du ja schon vielleicht durch die Südamerika-Spezial-Ausgaben des ‚Grenzgängers’ mitbekommen hast, habe ich mein Herz an diesen unglaublich schönen Kontinent verloren. Nach meinem letzten Südamerika-Aufenthalt habe ich dann mit den Planungen für ein neues Heft begonnen. Ich habe Jan-Henrik dann von meinen Plänen berichtet, um ihn für den Südamerika-Grenzgänger zu gewinnen. Dabei stellte sich dann heraus, dass er ebenfalls ein Heft plant und so lag es natürlich nahe, die Kräfte zu bündeln. Da wir uns bei den Visionen für das Heft eher ergänzten als widersprachen, waren wir uns schnell einig und legten sofort los.

Südamerika klingt für viele Deutsche fremd und unglaublich weit weg, aber wenn man ein Mal dort war, kommt man davon nicht mehr los. Die Mentalität ist etwas besonderes, der Kontinent unglaublich vielfältig. Wir möchten diese Faszination unseren Lesern – oder speziell deutschen Fußballinteressierten – näher bringen und hoffen, zumindest einen Eindruck vermitteln zu können, was uns an diesem Fleck Erde so vereinnahmt.

Was sind für Dich die Highlights im ersten Heft?

DAS Highlight kann ich nicht sagen, es gibt so einige Höhepunkte, auf deren Realisierung wir – wie ich meine – zu Recht stolz sein können. Da ist zunächst der Rückblick auf die argentinische Apertura 2008, also die Hinrunde aus dem vergangenen Jahr. Eine wirklich wahnsinnige Saison, bei der drei Mannschaften eine Finalrunde spielen mussten, da sie die Saison punktgleich beendeten!

Außerdem denke ich, dass die Story zu ‚La Doce’, der bekannten Fangruppe von Boca Juniors, auf Interesse bei unseren Lesern stoßen wird. Das wird auch sicherlich nicht das Letzte sein, was es von der Gruppe zu berichten gibt. Zudem konnte ich beim Interview mit der Gruppe ‚Los de Abajo’ sehr viel lernen. Der Vergötterung von Diego Maradona können wir uns auch nicht wirklich entziehen. So wie die zehn in Argentinien heilig ist, so ist sie es auch bei uns. Auf der Seite zehn, der Pagina Diez, wird es in jeder Ausgabe eine kleine Geschichte über den ‚Che des Sports’ (so hat ihn Fidel Casto einst bezeichnet) geben.

Wie oft bis Du eigentlich selbst in Südamerika, welche Länder hast Du dort schon bereist und was fasziniert Dich dort an den Fanszenen?

Bisher war ich drei Mal in Südamerika, allem voran natürlich in Argentinien. Aber auch andere Länder haben für mich ihren Reiz, und so war ich auch schon zu Spielen in Chile, Paraguay, Uruguay und Bolivien.

Was fasziniert? Puh, schwer etwas herauszupicken. Das beeindruckende neben den Fankurven sind auch die Haupttribünen. Wirklich unglaublich wenn auch Pressevertreter oder VIPs oberkörperfrei die Lieder mitsingen. Das haut einen wirklich um. Außerdem die Individualität der Szenen. Argentinien ist und bleibt die Nummer eins für mich, dicht gefolgt von Brasilien. Andere Länder wie Chile, Uruguay, Paraguay usw. kopieren sehr viel von Argentinien.

Von Kolumbien hab ich ebenfalls schon sehr, sehr viel Gutes gehört, ich persönlich kann da aber nichts zu sagen, leider war ich noch nicht da.

Wie oft soll das Heft künftig erscheinen und wird es Begleitmaterial in Form von Büchern und DVDs geben?

Wir hoffen, dass wir es schaffen, alle zwei Monate ein neues Heft publizieren zu können. Es wird sicherlich ein hoher Aufwand bei 64 Seiten, aber da auch immer was los ist, sollte das auch machbar sein. Natürlich wird es auch DVDs geben! Argentinien ist eigentlich kein sehr fotogenes Land, diese Stimmung lässt sich – wenn überhaupt – mit Videos oder Worten medial vermitteln.

Pasion-Latina.com (wie gesagt: mit einem S!) soll auch langsam aber stetig zu einem nützlichen Internetportal anwachsen. Dazu werden wir wahrscheinlich wohl noch zahlreiche Web 2.0-Angebote aufbauen, also RSS-Feeds, ein Youtube-Channel, Twitter… Ein paar Spinnereien haben wir da noch im Kopf, aber zu viel will ich da auch nicht verraten. Wie gesagt: von heute auf morgen kann das alles nicht umgesetzt werden können, dazu sind wir personell einfach nicht in der Lage. Wir müssen ja auch mal schlafen und etwas prägt uns ja auch schon die Latino-Mentalität: Mañana muss nicht immer morgen heißen…

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Ein Kommentar zu “Interview mit Jan Krapf von Pasión Latina”

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  1. […] er zusammen mit zwei Weltreisenden in Sachen Fußball, Jan-Henrik “Janni” Gruszecki und Jan Krapf, auf einer Reise durch die Fankurven Italiens. Dabei treffen sie auf jede Menge desillusionierter […]

    TV-Tipp: "Verrückt nach Fußball" via ZDFinfo | elfgegenelf.de

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