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Geschrieben von Stephan am 12. Februar 2009

Das Hopping-Magazin ‚Hopp Hard’ gehört zu ältesten Fanzines auf dem Markt. Seit nunmehr zehn Jahren berichten die Jungs aus Frankfurt von ihren Fußballreisen und den Spielen ihrer Eintracht. Und das auch noch so authentisch und lesenswert, dass das Heft bereits mehrfach zum besten Groundhopping-Fanzine gewählt wurde. Ingo Braun gehört zu den drei Gründern des Magazins. Wie er damals dazu kam und was er über seine Leidenschaft denkt, erzählte er mir in einem kurzen Interview.

Ingo, mit Beginn der Rückrunde erschien die 20. Ausgabe Eures Magazins Hopp Hard, wohin werden diesmal die Leser entführt?

Eigentlich wollten wir zur 20. Ausgabe Beiträge aus zwanzig verschiedenen Ländern schreiben, jetzt sind es halt doch 21 Länder geworden. Inhaltlich bieten wir auf 100 Seiten wie immer alle Spiele der Frankfurter Eintracht aber auch eine breite Auswahl an internationalem Groundhopping. Da gibt es u.a. Berichte von Galatasaray gegen Besiktas, Velez Mostar gegen Zrinjski Mostar, Sheffield Wednesday gegen Sheffield United, Legia Warschau gegen Polonia Warschau, Grasshoppers gegen FC Zürich, Dinamo Moskau gegen Zenit St. Petersburg und noch vieles mehr aus Ost- und Westeuropa. Auch der außereuropäische Fußball kommt mit Spielen aus Japan und Südkorea, sowie dem afrikanischen Pokalfinale und dem Stadtderby in Tunis nicht zu kurz.

Damit das Ganze für den Leser auch etwas anschaulicher wird, stellen wir nun zu diversen Spielen kurze Videos ins Internet. Einfach mal unseren Auftritt auf youtube.de/hopphard besuchen.

Hopp Hard 20 Was waren für Dich die Highlights der vergangenen Monate und warum?

Mein persönliches Highlight in dieser Ausgabe ist die Tour nach Südkorea und Japan. In Tokio habe ich zweimal die Anhänger der Urawa Red Diamonds in Aktion erleben dürfen und das war echt fantastisch. Da war ich schon sehr überrascht, wie gut die Jungs organisiert sind und was die in ihren Kurven für ein Spektakel veranstalten.

Richtig gut war auch das sogenannte Tunis Derby zwischen Espérance und dem Club Africain, ein solches Kurvenspektakel sieht man in Europa leider nur noch selten.

Wie siehst Du nach nun zwanzig Ausgaben die Entwicklung Deines Heftes, konntest Du alle Vorstellungen umsetzen?

Dazu muss ich etwas weiter ausholen. Ich hatte seinerzeit für ein Fanclubheft der Eintracht geschrieben, aber der Fanclubvorsitzende hat immer wieder kritische Spielberichte rausgeschmissen. Das wollte ich mir nicht mehr gefallen lassen und so habe ich 1999 mit drei Freunden das ‚Hopp Hard’ ins Leben gerufen. Der Name ‚Hopp Hard’ entstand übrigens in Anlehnung an das Heavy Metal Magazin ‚Rock Hard’.

Am Anfang lag der Schwerpunkt auf Eintracht Frankfurt und Fußball in Deutschland, allem voran irgendwelche Spiele aus den Regionalligen, vornehmlich aus den östlichen Bundesländern. Mit jedem neuen Redaktionsmitglied hat sich dann auch der inhaltliche Schwerpunkt des Heftes verlagert. Eine Zeitlang gab es im Grunde nur die Erlebnisse mit Ultras Frankfurt und Spielberichte aus Italien. Das hat über die Zeit nun alles wieder verlagert und jetzt sind wir etwas internationaler aufgelegt.

Wir sind mehrmals zum besten Groundhopping-Fanzine gewählt worden und auch die Auflage ist für ein Fanzine immer konstant hoch geblieben. Das spricht für sich. Natürlich gibt es immer gute und weniger gute Ausgaben, aber insgesamt bin ich der Meinung, dass das Heft über die Jahre immer besser geworden ist.

Eines hätte ich aber von Beginn an gerne anders gemacht. Hätte ich mich früher schon mal mehr mit der Technik auseinandergesetzt, wäre die Druckqualität der älteren Ausgaben wesentlich besser gewesen. Leider lässt sich das nun im Nachhinein nicht mehr korrigieren.

Welche Länder würdest Du gern einmal bereisen und warum?

Ich habe Interesse an den arabischen Ländern entwickelt, deswegen würde ich gerne mal länger durch den Nahen Osten touren wollen, allem voran steht da das Derby in Teheran ganz oben auf der Liste.

Südamerika ist natürlich immer ein Thema, da die dortige Fußball-Atmosphäre etwas völlig anderes ist. Insgesamt gibt es aber kein Land, das mich nicht interessieren würde und das mehr oder weniger realistische Ziel heißt doch, in jedem Land der Erde mal ein Spiel gesehen zu haben. Ich habe sogar schon Kontakt mit dem Fußballverband Grönlands aufgenommen, daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis ich da vorbeischaue.

Wie siehst Du persönlich die Entwicklung der Groundhopping-Szene, hast Du Kontakt zu anderen Hoppern?

Groundhopping hat sich zum Volkssport Nummer eins unter den Fußballfans entwickelt, da muss man sich nur mal Freitagabends am Flughafen Frankfurt-Hahn umsehen, wenn sich Hinz und Kunz ins Fußballwochenende begibt. Die Billigflieger haben es ja erst möglich gemacht, dass so ziemlich jeder mal seinen Lieblingsclub aus Liverpool, Manchester, Madrid, Mailand usw. live sehen kann. Allerdings würde ich diese Fans nicht gleich als Groundhopper bezeichnen.

Natürlich hat man Kontakte zu anderen Hoppern, manche hält man mehr und andere weniger intensiv aufrecht. Meist hoppe ich aber immer mit den gleichen Leuten, das sind in der Regel andere Frankfurter oder fußballinteressierte Freunde. Andere Groundhopper trifft man dann oft nur kurz im Stadion.

Mal abgesehen von Eurem eigenen Magazin, welches sind für Dich die besten Hefte auf dem Markt und warum?

Der Trend insgesamt geht ja mehr zur Internetveröffentlichungen, da hab ich aber keine Lieblingsseite. Viele Hopper verschicken auch Newsletter per E-Mail mit ihren Wochenend-Erlebnissen, die sind natürlich dann aktueller, als ein Fanzine, dass meist erst Monate, manchmal sogar Jahre später erscheint.

Bei den Hopperfanzines mag ich den Dröhnbüttel der Hamburger Gerner Bande. Die haben einen guten Schreibstil und besuchen in der Regel auch lesenswerte Spiele. Ansonsten sind gute Fanzines auf dem Markt echt rar. Persönlich kann ich auch Heften, die über Sinnlosgroundhopping in der Kreisliga Dingenskirchen oder in der vierten Liga Luxemburg berichten, nichts abgewinnen. Aber auch diese Hefte haben ihre Zielgruppe und ich bin sehr zuversichtlich, dass Fanzines nicht aussterben werden.

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