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Geschrieben von Stephan am 19. Juni 2009

Der Trolsen Verlag war bisher bekannt für die Übersetzungen britischer Fußball-Lektüre. Nun veröffentlichte der Verlag zum ersten Mal ein Buch über die deutsche Hooligan-Szene.

Eine Rezension von Ingo Braun

Ultrakulturen und Rechtsextremismus Bücher über Hooliganismus in Deutschland wurden in der Vergangenheit bereits einige veröffentlicht. Nur wurden diese bisher immer von Soziologen oder sonstigen Gewaltforschern geschrieben, die versuchten die Verhaltensweisen der Hooligans wissenschaftlich zu erklären. Alexander Hoh stammt allerdings selbst aus der Szene und schildert in seinem Buch ‚In kleinen Gruppen, ohne Gesänge!’ seine Erlebnisse mit den Hooligans des Hamburger Sportvereins, besser bekannt als ‚Hamburg Ultras’. In seinem Buch versucht er alles andere als das Phänomen ‚Fußball und Gewalt’ zu erklären oder gar zu rechtfertigen, sondern schildert seine Erlebnisse mit einer gesunden Prise schwarzen Humors. Die Gewalt steht in den Erzählungen auch nicht im Vordergrund, sondern zum einen die verrückten Typen und Charaktere, die die Hooligan-Szene des HSV mit sich bringt und zum anderen welche oftmals unglaublich wirkenden Geschichten Fußballfans auf ihren Reisen erleben. Dadurch erhält das Buch auch einen gewissen Wiedererkennungswert für aktive Fußballfans und nicht unbedingt nur für Hooligans.

Der Titel des Buches klingt zwar auf den ersten Blick irgendwie bescheuert, ist aber gleichsam bezeichnend für das Auftreten der Freunde der dritten Halbzeit. In 14 Kapiteln berichtet Hoh chronologisch über die Aktivitäten der ‚Hamburg Ultras’ zwischen 1985 und 1995. In jedem Kapitel beschreibt er ein besonders erlebnisreiches Auswärtsspiel und beschränkt sich dabei nicht nur auf die Auswärtsspiele des HSV in der Bundesliga und dem Europapokal, sondern auch auf Aktivitäten rund um die Spiele der deutschen Nationalelf.

Im Gegensatz zur englischen Hooligan-Literatur beschränkt er sich dabei weniger auf eine exakte Beschreibung der Hauereien und der Randale, sondern beschreibt viel mehr das gesamte Drumherum einer Auswärtstour mit all seinem Randgeschehen. Das macht das Buch eigentlich erst richtig lesenswert und auch für Nicht-Fußballanhänger interessant. Vor allem wenn man einen Hang zu schwarzem Humor hat und es mit der ‚Political Correctness’ nicht so genau nimmt, kommt man mit ‚In kleinen Gruppen, ohne Gesänge!’ voll auf seine Kosten.

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