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Geschrieben von Stephan am 4. März 2024

Zocken und dafür bezahlt werden? Die Videospielbranche wächst weltweit und damit auch der Bedarf an Leuten, die damit ihr Geld verdienen. Allein in Deutschland gibt es rund 34,3 Millionen Gamer in allen Altersgruppen.

Manche der Jobs in der Branche erfordern ein Studium. Andere stehen auch talentierten Seiteneinsteigern oder enthusiastischen Fans offen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen wissen die meisten Gamer bereits aus eigener Erfahrung, ob ihr Interesse und ihre Fähigkeiten groß genug sind, um aus dem Hobby eine professionelle Tätigkeit zu machen.

Am deutlichsten zeigt sich das bei Zockern, die im Online Casino ihr Talent fürs Pokern entdecken und trainieren, bis sie reif für die Profiliga sind, oder FIFA-Fans, die sich an der Konsole ihren Weg bis in die Bundesligen oder den E-Worldcup kicken.

Die meisten Jobs sind jedoch hinter den Kulissen zu finden. Ehe ein neues Videospiel auf den Markt kommt, stecken intensive Entwicklungsarbeiten dahinter, ehe die ersten Zocker das Game ausprobieren können.

Ein engagiertes Team aus kreativen Köpfen, Technikern und Kaufleuten ist erforderlich, um ein neues Spiel zu erschaffen. Die Gamedesigner, inklusive Autoren, entwickeln die Geschichte und die Spielemechanik. Nicht nur Rollenspiele leben zum großen Teil von der Dramaturgie, um das Zocken zu einem fesselnden Erlebnis zu machen.

Vorgeschriebene Wege ins Gamedesign gibt es nicht. Wichtig ist die Fähigkeit, spannende, logische und damit für die Programmierer umsetzbare Konzepte zu entwickeln.

Stehen Design und Buch fest, wird diese Blaupause für das Spiel an die Software-Programmierer übergeben. Für jeden einzelnen Schritt im Spiel müssen Quellcodes geschrieben werden. Das erfordert meist ein größeres Team, das sich die Aufgaben teilt.

Games sind vor allem visuelle Medien. Dementsprechend hoch sind die Ansprüche an die Grafik-Designer. Die Grafiken müssen nicht nur optisch attraktiv und passend fürs Genre sein, sie dienen zudem dazu, die Charaktere und das Spielgeschehen zu kristallisieren. Ein eigener visueller Stil für die Geschichten ist bei Videospielen genauso gefragt wie bei Filmemachern.

Der Soundtrack ist ebenfalls ein unverzichtbarer Bestandteil. Videospielkomponisten sind inzwischen hoch begehrt und so mancher Score wird von philharmonischen Orchestern in den großen Konzerthallen weltweit eingespielt.

Während Komponisten für emotional geladene, einprägsame Songs zuständig sind, untermalen die Sound-Designer so gut wie jede Szene mit Geräuschen und Melodienfetzen. Diese dienen im Spiel nicht nur dazu, Emotionen zu unterstützen. Sie geben den Zockern auch deutliche oder unterschwellige Hinweise auf das Spielegeschehen und sind damit ein integraler Bestandteil eines erfolgreichen Games.

Sind Designer, Programmierer, Grafiker und Soundteam mit der ersten Fassung fertig, kommt die Testphase. Um möglichst jeden Bug, jede Schwäche, zu langsame Momente oder Lücken in der Geschichte zu entdecken, muss das Spiel gedaddelt werden. Stunde um Stunde, Tag um Tag wird jetzt gezockt.

Dafür werden Außenseiter benötigt. Die Entwickler sind zu nahe dran an ihrem Spiel und sehen meist den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Fans, die voller Begeisterung den ganzen Tag an der Konsole verbringen und zugleich analytisch bleiben können, sind gefragt. Auf Gaming- oder Entwicklerwebseiten werden immer wieder einmal neue Tester gesucht. Kontakte auf den großen Messen, über den eigenen YouTube- oder Switch-Kanal sowie soziale Medien können ebenfalls helfen, als Tester akzeptiert zu werden.

Gamesjournalismus ist ein weiterer Zweig der Branche, ob es nun als Hobbyzocker oder Profischreiber ist. Wichtig ist eine Kombination aus Enthusiasmus und Expertise. Ausdauer ist ebenfalls gefragt. Wer nur mal kurz ein, zwei Stunden mit einem Spiel verbringt, kann weder gründlich nach technischen oder logischen Schwachstellen suchen oder echte Begeisterung für das Game entwickeln.

Wer als Tester sein Geld verdienen möchte, muss sich darauf gefasst machen, seine Tage intensiv mit dem Zocken zu verbringen. Das heißt oftmals 7, 8 Stunden vor dem Bildschirm, über Tage und Wochen hinweg.

Die Tester arbeiten meist mit Game User Researchern zusammen. Das sind meist Psychologen, Informatiker, Soziologen oder Kommunikationswissenschaftler. Ihr Job ist es, mit den Gamern über deren Anforderungen an Spiele zu reden und die Erfahrungen der Testpersonen dann für das Entwicklungsteam zu interpretieren.

Je intensiver ein Spiel vor der Markteinführung getestet worden ist, desto gezielter lassen sich Kundenwünsche erfüllen. Spiele, die nach dem Erscheinen deutliche Schwächen zeigen, bekommen sogar in überarbeiteter Form selten eine zweite Chance bei den Zockern.

Während die Branchenriesen die Schlagzeilen dominieren, selbst wenn die neuen Spiele erst in wenigen Jahren zu erwarten sind – Grand Theft Auto Fans warten noch immer auf GTA 6 – machen App-Games den Großteil der Neuerscheinungen aus.

Die Videospiele für Mobilgeräte fallen zwar selten episch aus, was den Umfang und die Spieledauer angeht, aber die Ansprüche dahinter sind die gleichen. Spannend, reibungslos und optisch sowie akustisch ansprechend soll das Erlebnis auf dem Bildschirm sein.

Der Umsatz auf dem Videospielmarkt ist allein in Deutschland mittlerweile in den Milliardenbereich vorgedrungen. Möglich machen das eine wachsende Anzahl an Gamern, die ihre Leidenschaft für das Medium zum Beruf machen.

Zocken und dafür bezahlt werden? Das muss kein Traum bleiben.

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