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Geschrieben von Stephan am 29. August 2008

Wie nach jedem großen Fußball-Turnier brachten auch diesmal Christof Meueler, Torsten Schulz und Frank Willmann eine ganz besondere literarische Nachlese heraus. In ‚Der lange Weg nach Wien’ schreiben 16 Autoren, denen jeweils ein Team zugelost wurde, über ihre Erlebnisse während der Europameisterschaft 2008. In einer kurzen Schreibpause stand mir nun mit Frank Willmann einer der Herausgeber für ein paar Fragen zur Verfügung.

Frank, wie nach jedem großen Fußballturnier ist Eure EM-Nachlese erschienen. Zum wievielten Mal habt Ihr diese mittlerweile herausgegeben und wie seid Ihr damals auf die Idee zu solch einem Buch gekommen?

Das ist inzwischen das zweite EM-Buch, außerdem gibt’s noch eins zur letzten WM in Deutschland. Die Idee stammt von Christoph Meueler, dem Kulturchef der ‚Jungen Welt’. Wir haben seinen Geistesblitz dann zu dritt verfeinert.

Diesmal liegt dem Buch auch eine CD bei, könntest Du dazu etwas sagen?

Die ersten beiden Bücher erschienen im Eulenspiegelverlag. Nun sind wir zu Voland & Quist gewechselt, da wir dort bessere Bedingungen vorfanden. Bei Voland & Quist kommen alle Bücher mit einer CD heraus, die Leseproben enthalten. Auf unsere CD findet der Leser sechzehn landeskundliche Texte zu den teilnehmenden EM-Nationen. Jeder Autor gibt die Vorzüge seiner Fußball-Nation zu besten.

Jedem der 16 Teams wurde ja jeweils ein Autor zugelost. Aus welchen Bereichen kommen eigentlich die Schreiberlinge?

Die Schreiber sind fast alles Literaten. Acht Damen und acht Herren. Wir haben auch drei Multitalente dabei. Bernadette la Hengst kennen viele als Songwriterin, Jan Böttcher war lange Jahre der Kopf der Band Her Nilsson. Alle Männer waren oder sind zudem Mitglieder der deutschen Autorennationalmannschaft. Insgesamt muss ich besonders die Frauen für ihre Texte loben. Marion Pfaus (alias Rigoletti alias Spanien) ist völlig zu recht Europameisterin geworden.

Welches Team hast Du zugelost bekommen und wie zufrieden warst mit dem Los?

Ich bekam die Türkei zugelost. Mein Verhältnis zur Türkei und seinen Bewohnern hat sich nach der EM bedeutend verbessert. Ich habe nette Kerle in Kreuzberg kennen gelernt.

Wie hast Du dann die Spiele Deiner Mannschaft verfolgt und wie weit geht die emotionale Bindung?

Natürlich vor dem Fernseher, wie es sich für eine guten Deutschen gehört. Ich hatte bei allen Spielen eine Einkaufstüte in den Farben der Türkei dabei, als Zaubermittel. Die Tüte hat mir in den falschen Gegenden Berlins keine neuen Freunde gebracht.

Es gibt ein schlechtes Buch über den türkischen Fußball (Süperlig), das hab ich gelesen und wusste danach, dass alles anders ist. Der Autor Marke Sesselfurzer hat die Türkei von seinem Bürostuhl aus erkundet.

Gab es dann während der Europameisterschaft zwischen den einzelnen Autoren auch Sticheleien?

Selbstverständlich habe ich Frau Deutschland und Frau Kroatien im allerhöchsten Masse verachtet. Ich tat alles für mein Land. Frau Spanien und Frau Deutschland sollen sich nach dem EM-Finale mit vergifteten Messern beworfen haben. Mindestens geht so die Legende.

Und zu guter Letzt die Frage nach Deiner derzeitigen Arbeit. Woran schreibst Du gerade und wann können wir mit der nächsten Neuerscheinung rechnen?

Ich habe gerade das Manuskript zu ‚Ultras-Kutten-Hooligans – Fußballfans in Ostberlin’ abgegeben. Es erscheint im Herbst im Berliner Jaron Verlag. Über 100 Fotos vom Berliner Fotografen Harald Hauswald, das ganze garniert mit Texten von mir, halb literarisch, halb dokumentarisch.

Im nächsten Jahr will ich mich bissel um die Rocker kümmern. Buchtechnisch.

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