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Geschrieben von Stephan am 15. März 2019

Erfolgreiche Mannschaften ziehen im Sport automatisch mehr Fans an, auch darum ist Gewinnen so wichtig. Die Fanmassen können ihrerseits beachtliche Rekorde aufstellen, wenn sie sich nur richtig ins Zeug legen.

Rekorde, Rekorde, Rekorde …

Manchmal tauchen enorm viele begeisterte Anhänger eines bestimmten Teams bei einem Auswärtsspiel auf, sodass die ‚Einheimischen‘ beinahe überrannt werden: Wie zum Beispiel im letzten Jahr, als 14.000 Schalker zu einem Spiel nach Dortmund strömten. Dann wieder nehmen Fans sehr weite Anreisewege auf sich, um ihrer Mannschaft zur Seite zu stehen. Dadurch setzt sich ein interessanter Mechanismus in Gang: Das Publikum beginnt durch seine Unterstützung, die Sportler immer mehr zu motivieren.

Die Superwette mit einer Quote von 1:10.000

Für gewöhnlich zählen handfeste Punkte für einen Sieg in der Bundesliga. Dabei haben die Fans eine gute Handvoll Möglichkeiten, den Erfolg des Teams durch psychologische Unterstützung zu beeinflussen. Dazu gehören nicht nur die pure Anwesenheit in deutlich sicht- und hörbarer Anzahl, sondern auch die typischen Kurvengesänge im Stadion. Zu den weniger offensichtlichen Faktoren zählt die Entwicklung der Wettsituation bei den Buchmachern. Auch diese kann sich durchaus auf die Motivation und den Teamgeist einer Mannschaft auswirken, denn auch die Sportler werfen gern mal einen Blick auf die Quoten. Wenn sie dann sehen, dass enorm viele Menschen an sie glauben, können sie manchmal gar nicht anders, als sich doppelt anzustrengen.

Photo by Marco Verch (Author), CC BY 2.0 (Licence).

Die wohl verrückteste und zugleich gewinnträchtigste Wette, die Fußballfans jemals eingingen, datiert sich auf das Jahr 2010: Wenn Deutschland in dem Jahr die WM gewonnen und der Finanzminister daraufhin vor lauter Freude für einen Tag auf Steuereinnahmen verzichtet hätte, wäre es zu einer Auszahlungsquote von 1:10.000 gekommen. Das heißt, jeder investierte Euro hätte sich in 10.000 Euro verwandelt!

Welche Mannschaft hat die lautesten Fans?

Lautstärke scheint in Fußballstadion purer Genuss zu sein. Es gibt sogar eine Dezibel-Skala der Premier League, die aufzeigt, welches Team die lautesten Fans besitzt. Die Rangliste wird angeführt von Manchester United mit 167 Dezibel, gemessen sowohl bei Auswärts- als auch bei Heimspielen, vom Anpfiff bis hin zur Sechzig-Sekunden-Grenze. Direkt dahinter rangieren Stoke City und West Bromwich mit 161 Dezibel. Der FC Chelsea schafft es immerhin noch auf 160 Dezibel. Zum Vergleich: An einer Hauptverkehrsstraße ergibt sich zu Stoßzeiten ein Lärm-Niveau von 85 Dezibel, eine Motorsäge bringt es auf 110 Dezibel. Ein Schmiedehammer oder Geschützknall reicht mit 150 Dezibel beinahe an den Fan-Lärm heran. Aber nur beinahe. Leider ist schon bei 120 Dezibel die offizielle Schmerzgrenze fürs menschliche Ohr erreicht.

Diese Zweitligisten-Fans reisten mehr als 10.000 Kilometer

Als im März der russische Zweitligist Luch Wladiwostok zu einem Auswärtsspiel in Kaliningrad antrat, hatten sich etwa ein Dutzend seiner Fans in den Rängen versammelt, um beim Spiel zuzusehen. So weit, so gut. Allerdings liegen die beiden Orte etwa 10.300 Kilometer voneinander entfernt und es handelte sich nicht gerade um eine exorbitant wichtige Partie. Die Fußballanhänger haben die Erde immerhin zu einem Viertel umrundet, oder auch die Strecke von Berlin bis nach Rio de Janeiro zurückgelegt, um ihre Mannschaft in irgendeinem Durchschnittsspiel anzufeuern. Das unspannende Ergebnis der Partie lautete 0:0. Hoffentlich hat es sich für die eifrigen Fans trotzdem gelohnt! Die längste Anfahrt der Bundesliga haben übrigens die Fans des HSV und des SC Freiburg, wenn die beiden Mannschaften in einem Auswärtsspiel aufeinandertreffen. Die beiden Städte trennen immerhin 755 Kilometer.

Photo by Dmitry Rozhkov (Author), CC BY-SA 4.0 (Licence).

Verrückte Fans und ein mega-markanter Schlachtruf

Welcher Verein die verrücktesten Fans hat, lässt sich kaum bestimmten, weil sich Verrücktheit schlichtweg nicht objektiv messen lässt. Die Isländer sind jedenfalls durch ihren markanten Schlachtruf zur EM 2016 extrem aufgefallen, sodass sich inzwischen sogar ein Markenstreit daraus entwickelt hat. Das sich allmählich steigernde Klatschen mit dem lauten ‚Húh‘-Ruf geht tatsächlich richtig unter die Haut! Ein Mann namens Gunnar Thor Andrésson sicherte sich das ‚Húh‘ 2018 als Marke und forderte damit massiven Widerstand heraus. Allerdings dürfen die Fans der isländischen Mannschaft auch heute noch ungehindert ihren Schlachtruf erschallen lassen, und das ist doch das Wichtigste, oder?

Die magische Verbindung zwischen Sportlern und Fans

Wenn Fans Rekorde aufstellen, dann heißt das nicht unbedingt, dass ihre gefeierte Mannschaft es ihnen gleichtut. So eng sind die Profi-Sportler und ihre feurigen Anhänger nun doch nicht miteinander verknüpft. Doch eines lässt sich in jedem Fall sagen: Fanrekorde rücken ein Team verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit und verbessern das Image – was indirekt zu einer gesteigerten Leistung führen kann.

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