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Geschrieben von Stephan am 23. Juni 2020

Fußball-Fans sind dafür bekannt, einem guten Streit nicht aus dem Weg zu gehen. Gerade wenn es darum geht, die Ehre der eigenen Mannschaft zu verteidigen, kochen die Gemüter schnell einmal über. Wer sich abfällig über das Herzensteam eines echten Fans äußert, muss sich nicht wundern, wenn der Ton der Antwort eher ruppig ausfällt. Aber auch auf dem Platz geht es nicht immer friedlich zu. Bei allem Sportsgeist kommt es immer wieder einmal zu kleineren oder größeren Gehässigkeiten gegenüber dem anderen Team. Das ist kein Wunder, denn im Stadion sorgt ein Cocktail aus Testosteron und Adrenalin auf dem Platz dafür, dass den Gefühlen freier Lauf gelassen wird. Das alles ist ganz normal. Problematisch ist es aber, wenn sich die Spieler einer Mannschaft untereinander in die Haare kriegen. Auch das kommt leider immer wieder vor. Zuletzt waren es Jerome Boateng und Leon Goretzka, die beim Training des FC Bayern körperlich aneinandergerieten. Goretzka fing sich eine Ohrfeige von seinem Teamkollegen ein und Mitspieler mussten einschreiten, um die beiden Streithähne auseinanderzubringen. Zwar postete Goretzka bald ein Versöhnungs-Selfie mit Boateng. Trotzdem können solche Auseinandersetzungen zum Problem für die Teammoral werden.

Auch anderswo kracht es

Streitereien zwischen Sportlern gibt es natürlich auch in anderen Sportarten. So wurde in der Formel 1-Saison 2019 ausgiebig von der Rivalität der beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc berichtet. Vettel hatte von Anfang an eine enttäuschende Leistung auf der Rennstrecke abgeliefert. Die Wettquoten der Buchmacher auf einen Sieg des Ex-Weltmeisters fielen steil ab und auch Spekulationen über ein Karriereende von Vettel machten die Runde. Newcomer Leclerc legte hingegen eine gute Performance hin und versuchte, Vettels Straucheln zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. schreckte auf der Rennstrecke nicht davor zurück, Vettels Position anzugreifen. Die Folge war eine schwelende Auseinandersetzung, die für eine dauerhaft schlechte Stimmung im Rennstall sorgte. Noch rauer geht es in der NFL zu, wo einst Bill Romanowski einen Teamkollegen derart heftig angriff, dass dieser seine Karriere verletzungsbedingt beenden musste. Im Vergleich zu derartigen Geschichten geht es im Fußball vergleichsweise zahm zu, auch wenn der Trainer immer wieder einmal den Streitschlichter spielen muss.

Wettkampf der Alphamännchen

Oft resultieren Streitigkeiten daraus, dass Spieler einander als Konkurrenten betrachten. Das war beispielsweise der Fall, als 2019 eine Rivalität zwischen den beiden Nationaltorwarten Manuel Neuer und André ter Stegen in die Medien überschwappte. Ter Stegen war frustriert, weil er immer die Bank hüten musste. Manuel Neuer hatte hingegen keine Lust, seinen Stammplatz im Tor abzutreten. Er sei die Nummer eins, stellte er im Interview unmissverständlich klar und bekam dafür Rückendeckung. Seinem Konkurrenten blieb nichts übrig, als seinen Ärger herunterzuschlucken – eine unangenehme Situation.

Gelassenheit bei den Trainern

Es dürfte sich wohl kaum ein Trainer über solche Fehltritte seiner Spieler freuen. Auf eine strenge Ansprache müssen sich die meisten Streithähne daher wohl gefasst machen. Trotzdem haben Trainer in der Regel auch Verständnis dafür, wenn es hin und wieder einmal zu einem kleinen Streit kommt. Das gehöre zum Fußball eben dazu, so lautet oft der Kommentar. Trotzdem ist es wichtig, Konflikte zwischen den Spielern früh zu erkennen und zu entschärfen. Denn auf die Dauer können sie sich erheblich auf die Moral der Mannschaft auswirken und so auch den Erfolg auf dem Platz gefährden. Dann liegt es am Trainern, aber auch an den Teamkollegen, die Streithähne an ihr gemeinsames Ziel zu erinnern: Das Runde muss ins Eckige.

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