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In der vergangenen Woche traf mit der Zweitausgabe von ‚Lebe lieber außergewöhnlich‘ ein neues Fanzine in den Lagerräumlichkeiten ein. Die Erstausgabe war einst nur für einen kleinen Kreis rund um den Herausgeber gedacht. Nun geht dieser jedoch in die Vollen und bietet nun allen interessierten Lesern auf 188 Seiten Erlebnisberichte zu sechzig Spielen. Und bevor es auf die nächste Tour geht, stand Jan noch kurz für einige Fragen zur Verfügung.

Hallo Jan, die ziemlich dicke Zweitausgabe Deines Fanzines ‚Lebe lieber ausgewöhnlich‘ ist aus dem Druck gekommen. Was erwartet den Leser in Deinem Heft?

Lebe lieber außergewöhnlich 2 Geschichten die der Fußball schreibt. Lustige Storys, Kultur, ernste Themen sowie belangloses. Ich mag diese Storys, die immer nach dem gleichen Schema abgearbeitet werden, nicht, deswegen wird das Hauptaugenmerk mal auf Stadien/Szenen gelegt und andererseits steht dann beispielsweise auch mal der kulturelle Teil im Fokus. Ein bunter Mix, so könnte man das LLA#2 wohl am besten beschreiben. Im Endeffekt sind 60 Spiele aus dem Jahr 2019 zusammen gekommen. 14 Länder wurden bereist, wobei der Besuch in Thailand als Gastbericht ins Heft gewandert ist. Das kleine Herzstück der Ausgabe ist klar der dreiwöchige Ausflug in die USA.

Was treibt Dich eigentlich an, Deine Wochenenden in Flugzeugen und Bahnen zu verbringen, um irgendwo auf der Welt ein Fußballspiel zu sehen?

Das müsste dann wohl dieses Phänomen namens Sucht sein! Ich erwische mich nicht selten dabei, wie man quasi während der eigentlichen Tour schon die nächsten Ausflüge zusammenschustert. Aber Hauptgrund ist es halt einfach fremde Länder, Kulturen und Fanszenen zu sehen sowie zu erleben. Einfach über den eigenen Tellerrand schauen, was Geiles erleben – Spaß haben!

Du warst einige Wochen in den USA unterwegs. Worin unterscheidet sich für Dich die dortige Fankultur von der unseren?

Da gibt es meiner Meinung nach doch ganz gravierende Unterschiede. Die Leute dort auf der anderen Seite des großen Teiches sind halt einfach viel zu krass auf diesem Eventtrip. Wenn eine Kiss-Cam beispielwiese für Begeisterungsströme auf den Rängen sorgt, schüttelt der deutsche Kurvengänger wohl nur fassungslos den Kopf. Aber ich habe auf meiner kleinen Reise mit Los Angeles FC auch einen – wenn auch nur kleinen Lichtblick erleben dürfen. Solider Support, Stehtribüne sowie Emotionen. Klar von Traditionsvereinen brauchen wir erst gar nicht anfangen, aber die Mexikaner, welchen den dortigen Support klar prägen, leisten doch teilweise ganz gute Arbeit. Besonders eben bei LAFC.

Wer in den USA Fußball sehen will ohne nerviges Entertainment für zurückgebliebene, dem lege ich doch ganz klar den College/Uni Fußball ans Herz. Echte Emotionen und einfach dieses Wir-Gefühl welches unter den Studenten herrscht!

Welche Fanszenen haben Dich bisher nachhaltig beeindruckt?

Puuuh. Da gibt es einige.

Welche Stadien oder auch Regionen willst Du unbedingt noch bereisen?

Da stehen weit oben auf meiner imaginären Liste solche Kandidaten wie Nordkorea und generell Südamerika. Einerseits dieses verschlossene gar schon einzigartige Land, wo man eben auch nicht weiß, wie lange man dort noch hinkann oder wie sich die Gegebenheiten mit den Jahren verändern werden. Schon dieses Jahr wird mit dem Besuch im ostasiatischen Raum ein weiterer Traum in Erfüllung gehen. Aber die Liste könnte bis ins unendliche fortgesetzt werden. Wir heißt es im Lied eines deutschen Popmusiker so schön? „Es gibt hundertvierundneunzig Länder, ich will jedes davon sehen“.

Wenn Du etwas am heutigen Fußball ändern könntest, was wäre das?

Generell diese ganze Eventisierung abschaffen und den Fußball wieder zu dem machen was er einmal war. Einem Volkssport. Aber daraus wird leider nichts werden, solange das große Geld fließt und gelangweilte Milliarde aus Profitgier den Sport verschandeln!

Welche anderen Magazine würdest Du empfehlen und warum? Gibt es vielleicht auch Bücher zum Thema, die Du gerne gelesen hast?

Was natürlich in jede ordentliche Fanzinebibliothek gehört, sind so Sachen wir der Dröhnbütel, Grober Schnitzer, Trespass, Daggl, Republikflucht, Drinking & Driving, Jottwede usw.

Zum einem bin ich froh, wenn der Wissensdurst etwas gestillt wird, andererseits lache ich aber auch einfach mal gerne köstlich über den Schabernack, welchen die Autoren mal wieder getrieben haben und das schaffen die Macher der genannten Hefte allesamt auf höchstem Niveau!

Meine persönliche unangefochtene Nummer eins bei den Büchern ist klar: ‚Eine Reise dorthin, wo der Osten schon wieder Westen ist‘.

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